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ALLGEMEINE INFORMATIONEN UBER BEGA KWA BEGA |
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BkB begann 1991 mit zwei Gruppen, Udada und Vyondo, die Halsketten und Körbe herstellten. BkB ist offiziell im Ministerium für Kultur und soziale Dienste eingetragen und ist im Besitz folgender Lizensen:
- Anmeldungsbescheinigung - Handels und Export Konzession - eingetragene PIN Nummer - Genemigung für Strassenverkauf
Die erwähnten Dokumente wurden 1996 erworben, als BkB begann seine Aktivitäten zu erweitern. Die erwähnten Dokumente wurden angeschafft um sowhl lokalen als auch internationalen Handel zu ermöglichen.
SOZIALE UND WIRTSCHAFTLICHE SITUATION Das Gebiet, in dem wir unseren Sitz haben, heißt Korogocho und ist einer der größten Slums in Nairobi. Er liegt im östlichen Teil der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Korogocho ist der Name eines alten Mannes namens Mzee Korogocho. Er war der erste Kenianer, der sich hier niederließ. Der alte Mann setzte sich für die Rechte der Leute ein und stritt mit den kolonialen Machthabern, damit das Land als Wohngebiet zugelassen wurde. Heute leben mindestens 120 000 Menschen in Korogocho. Das Leben ist rau und Überleben eine tägliche Herausforderung. Die Mehrheit der Bewohner hier kann selbst grundlegende Bedürfnisse des Lebens nicht aufbringen und sieht sich schlechten Unterkünften, mangelnden sanitären Anlagen, misserablen Abwasser- und Straßensystemen, ständiger Gefährdung des Lebens, fehlenden medizinischen Einrichtungen, kurz gesagt unmenschlichen Bedingungen gegenüber. Die meisten Mitglieder bei BkB kommen aus diesen Verhältnissen. Hier arbeiten sie und hier verbringen sie ihre Freizeit. Selbst im Vergleich mit anderen Teilen Nairobis ist der Lebensstandart in Korogocho sehr niedrig. Obwohl die Bewohner Korogochos alles versuchen um aus ihrer Armut herauszukommen, bleiben sie in der Armutsfalle. Hier gibt es viele Strassenkinder, die drogenabhängig sind, stehlen oder andere Fehlverhalten zeigen. Nachdem die hier lebenden Jugendlichen selbst mit Schulausbildung keine Arbeit finden, sieht eine große Anzahl von ihnen in Diebstahl die einzige Möglichkeit zu überleben. Speziell deshalb ist die Lage in Korogocho sehr gefährlich. Viele Personen werden täglich ausgeraubt und überfallen, so das die Sicherheit ein alarmierendes Problem in der Umgebung ist. Dies läuft parallel zur schlechten wirtschaftlichen Situation in Kenia. Da viele hier lebenden Personen aufgrund der Probleme und Not sich keine Chancen mehr für das Leben erhoffen, greift die Mehrheit zu Alkohl. Es ist, so denken sie, die einzige Möglichkeit ihre Probleme zu vergessen. Viele Mädchen im Alter ab 15 Jahren verkaufen sich als Prostituierte um ein bisschen Geld zum Überleben zu haben. Aufgrund der Prostitution steigt die Anzahl der mit Aids infizierten Personen rapide an. Oft stellen alleinerziehende Mütter, mit oft mehreren Kindern aber keinem Mann mehr, billigen, hochprozentigen Alkohol und verdienen sich so ihr Geld. Nach den Alkohol-Exessen kommt es oft zu Gewalttätigkeiten zwischen den Betrunkenen, einem weiteren besorgniserregendem Problem in dem Gebiet. In Korogocho werden landwirtschaftliche und handwerkliche Produkte hergestellt. Vorwiegend ältere Frauen bestellen kleine Parzellen am Flußufer. Sie pflanzen Salat, Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln etc. in geringen Mengen, da sie nur ein kleinen Stück Land zur Verfügung haben. Von den Erträgen wird die Familie ernährt und ein Teil wird lokal verkauft. Die Mitglieder in Bega Kwa Bega stellen handwerkliche Produkte her. Wir verkaufen unsere Waren sowohl lokal als auch international. Unser Warenangebot umfaßt folgendes: -
Körbe - Holz- und Papyrusmöbel - Batiken - Möbel, Schuhe, etc.
Diese wirtschaftlichen Angeboten haben Männern, Frauen, Mädchen und Jungen die Möglichkeit gegeben das Problem der eigenen Arbeitslosigkeit zu lösen.
DIE ZIELE BEGA KWA BEGA Das Problem der Arbeitslosigkeit innerhalb des Korogocho Slums zu bekämpfen. Die soziale, wirtschaftliche und geistige Entwicklung der Mitglieder zu fördern. Die Würde der Mitglieder wieder herzustellen und zu festigen. Den Lebensstandart unserer Mitglieder zu verbessern. Eine Kooperative zu gründen. Wirtschaftliche Stabilität zu erreichen. Eine gute Beziehung zu unseren Käufern herzustellen und den Markt für unsere Produkte zu erweitern. Die Mitglieder zu unterrichten technische, Leitungs- und Handelsfragen zu lösen. Geschäftsführung und Verwaltung zu verbessern. Eine wettbewerbsfähige Qualität unserer Produkte zu erreichen. Jährlich neue Designs für unsere Produkte zu entwickeln. Die Einheit der Mitglieder verschiedener Projekte in Kenia zu stärken. BkB übernimmt nicht die Leitung seiner sechs Projeke, sondern jede Gruppe hat einen eigenständigen Vorsitz. Im Exekutivkomitee sitzen aus jeder Gruppe zwei Mitglieder, also insgesamt zwölf Personen. Jedes Jahr im Januar finden Neuwahlen für das BkB Komitee statt. Das Komitee ist zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten der Gruppen und das Projekt im ganzen.
Die Hauptaufgaben sind:
- Den Gruppen bei Planung und Budget helfen. - Sicher stellen, dass die Gruppen ihre Ziele im Auge behalten. - Die Aktivitäten der Gruppen genau verfolgen. - Wirtschaftliche Angelegenheiten im Sinne der Gruppen koordinieren - Hilfe bei Vermarktung und Werbung im Sinne der Gruppe anbieten. - Sicher stellen, dass diese Angelegenheiten eingehalten werden. - Bestellungen aufgeben und entgegennehmen. - Alle finanziellen Angelegenheien innerhalb BkB und in den einzelnenn Gruppen kontrollieren. - Gute Beziehungen zwischen BkB und allen Beteiligten aufbauen.
BkB setzt sich aus follgenden Gruppen zusammen: UDADA – gegründet 1991, besteht aus 27 weiblichen Mitgliedern, die Halsketten, Armbänder, Gürtel, Kreuze, etc. aus Perlen, Samen, Lehm und anderen Materialien herstellen. MAMA WA VYONDO – gegründet 1992, besteht aus 27 Frauen, hauptsächlich alleinerziehende Mütter, sie weben Körbe aus Sisal. KOCHKANGA – gegründet 1997, die zwölf Mitglieder stellen handgemachte Batikkanga sowie Batikkleidung her. DOLLS - gegründet 2003, besteht aus 8 Frauen
Alle Gruppen sind mit der Hilfe von St. John’s Catholic Church (Gemeinde Kariobangi) entstanden. Das Projektziel ist arbeitslosen Männern, Frauen und Jugendlichen, die in den Slums Alkoholismus und Drogenabhängigkeit, Kriminalität, Prostitution ausgesetzt sind, eine Möglichkeit zu bieten Geld für sich und ihre Familien zu verdienen um in Würde zu leben und das Wort Gottes zu teilen.
Unser Motto lautet: INJILI, KAZI na USHIRIKIANO (Evangelium, Arbeit und Solidarität)
ARBEITSBEDINGUNGEN Unsere Gruppen erhalten kein festes Monatsgehalt für ihre Aktivitäten, der Verdienst hängt viel mehr von der Anzahl der gefertigten Produkte ab. Die Mitglieder werden gemäß ihrer geleisteten Arbeit bezahlt; je mehr jemand bei gleicher Qualität herstellt, desto mehr bekommt er. Das Einkommen hängt deshalb sehr von der Menge der Aufträge ab. Wir haben keine alternativen Arbeiten, deshalb gilt: je mehr Aufträge wir haben desto mehr können wir arbeiten.
VERKAUF UND VERMARKTUNG Wir verkaufen unsere Produkte Innerhalb Kenias: Im Ausstellungsraum BkBs, der nahe des Babadogo Terminals liegt, dort werden alle Produkte von allen Gruppen ausgestellt und verkauft. Wir organisieren örtliche Ausstellungen. Wir nehmen auch an Ausstellungen anderer Personen, Organisationen und der Regierung teil. Insgesamt findet 15% unserer Verkäufe im Inland statt. Diese sind sehr saisonbedingt (im Juli und August verkaufen wir mehr). 85% unserer Produkte exportieren wir. Dazu haben wir die Erlaubnis des kenianischen Handelsministeriums. Wir exportieren die bestellten Waren sowohl als Luft- als auch als Seefracht. 50% des Bestellwertes erhalten wir von unseren ausländischen Kunden sofort. Da unsere Produktionskosten aber zwischen 70% und 75% liegen, haben wir angefangen einen kleinen Rücklagen-Fond anzulegen. Gleichzeitig haben wir ein Micro-Kredit Program ins Leben gerufen um die weiteren Kosten zu decken.
Durch eine enge Zusammenarbeit und guten Beziehungen mit unseren Kunden ist es uns möglich verschiedenste Ideen und Wissen zum Ausbau unserer Fähigkeiten einzusetzen.
BkB ist ein Pilotprojekt. Seit dem Beginn bis jetzt sind die Gruppen anzahlmäßig sehr gewachsen und unser Traum ist es weitere Aktivitäten zu starten um mehr Arbeitslose von der Straße zu holen. Wir hoffen bald eine neue Gruppe fünf junger Frauen bei uns aufzunehmen, die Betttücher, Tischtücher und Kinderkleider nähen und besticken werden. Für nächsten Dezember planen wir die informelle Schule St. John bei der Produktion von Fußbällen zu unterstützen. Letzteres Projekt soll dem Abschlußsemester die Möglichkeit geben sich Geld zu verdienen, um die Kosten der Aufnahmeprüfung für die weiterführende Schule bezahlen zu können.
Diese Informationen sind recht generell gehalten. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, was auch immer sie wissen wollen.
Gottes Segen wünscht Ihnen
das Bega kwa Bega Komittee
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